Durch die geheimnisvolle Pilsner Region

01.04.2010 | 00:00
Durch die geheimnisvolle Pilsner Region

Durch die geheimnisvolle Pilsner Region Lassen Sie sich an sehenswerte Orte entführen, um ihre Geheimnisse zu lüften und ihren Genius Loci zu fi nden, der sie seit Jahrhunderten prägt. Bereits zur Zeit von Kelten und Markomannen führte durch diese Region ein Pfad. Nun gilt es, geheimnisvolle Winkel entlang dieses Pfades zu erkunden. Die erste Wanderung führt nach Sušice, Pivoň und Srní.

 

Kapelle der Heiligen Schutzengel
Diese römisch-katholische Kapelle (auch Kapelle des Heiligen Schutzengels genannt) oberhalb von Sušice wird im Volksmund „Engelchen“ genannt. Sie wurde 1682 auf dem Hügel Stráž 551 m über dem Meeresspiegel bzw. 85 m oberhalb der Stadt erbaut auf Veranlassung des Priors des Kapuzinerklosters Ladislav von Bílina mit fi nanzieller Unterstützung der Stadtbürgerinnen Alžběta Meřková und Polyxena Weissenregnerová. 1735 wurde um die Kapelle herum ein 25 m langer Kreuzweg mit jeweils einer Kapelle an vier Ecken und jeweils einem Tor in der Mitte der drei Schenkel angelegt, der die Kapelle vollkommen umschließt. Touristisch am attraktivsten ist der Westtor mit herrlichem Blick auf die Stadt. Laut der überlieferten Legende, die sich auf die Gründung der Kapelle bezieht, wurde ein Kleinkind von einer Schlange bedroht. Sie umschlang das Bein des Kindes, bis plötzlich ein Engel erschien und die Schlange verschwand. In der Kapelle wird von Juni bis August donnerstags um 18.30 Uhr ein Gottesdienst zelebriert und eine Messe anlässlich der Kirmes im September.

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© Photo Petra Polanková, archiv

Augustinerkloster Pivoň
Der Ausgangspunkt für die Wanderung nach Pivoň befi ndet sich in Poběžovice. Hier kann man zum Auftakt das hiesige Schloss auf einer fl achen Anhöhe besichtigen, das anstelle der einstigen gotischen Burg aus dem 15. Jahrhundert erbaut wurde. Von hier auf geht es auf dem blau markierten Wanderweg bis nach Šitboř, einem anmutigen Örtchen mit einem von Maulbeerbäumen gesäumten Dorfplatz und einer Ruine der Barockkirche St. Nikolaus. Von Sitboř aus folgt man dem anspruchslosen blau und grün markierten Wanderweg etwa 7,5 km bis zum Tal am Fuße des Berges Lysá im Čerchovský-Wald und weiter nach Pivoň. 1225 wurde urkundlich eine Ortschaft Pivoňka (Stockau) erwähnt. Laut einer Legende hat Fürst Brzetislav I. nach der siegreichen Schlacht gegen das deutsche Heer 1040 hier eine Kapelle erbauen lassen, angeblich an der Stelle, wo der deutsche König und römische Kaiser Heinrich III., auf einem Baumstumpf stehend, die Schlacht bei Brůdek beobachtete. An der Stelle der einstigen Einsiedelei wurde später ein Kloster erbaut, bezüglich Baujahr sind sich die Historiker jedoch uneins. Genannt wird das Jahr 1147, die erste urkundliche Erwähnung stammt jedoch erst aus dem Jahr 1379. Unbestritten dagegen ist, dass das Kloster von Mönchen des Augustinerordens erbaut wurde, die sich nach der Ordensgründung 1260 in dieser Gegend niederlassen haben. Das Kloster blickt auf eine bewegende Geschichte zurück: 1420 wurde das Kloster von Hussiten verwüstet, 1641 und 1648 von Schweden ausgeplündert, 1773 aufgelöst und zum Schloss umgebaut. Derzeit werden die baufälligen verkommenen Barockgebäude mit Finanzhilfe der Pilsner Region aufwendig instand gesetzt.

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Ausfl ug ins Umland von Srní
Eine anspruchslose Wanderung auf dem Erlebnispfad Um den Kirchenhügel herum durch den wunderschönen zentralen Teil von Böhmerwald, auch für Familien mit Kindern geeignet. Er lässt sich zu Fuß, mit dem Rad und sogar mit dem Rollstuhl problemlos bewältigen. Der in Srní beginnende Erlebnispfad führt auf befestigten Wegen und ist mit Bänken gesäumt. Der erste Halt machen wir am Ort mit Spitzennamen Lourdes von Böhmerwald 930 m über dem Meeresspiegel. Hier wurden an der Quelle nach und nach drei Kapellen erbaut (1820, 1860, 1902) und wegen der zahlreichen Wunder und Genesungen der Heiligen Jungfrau Maria von Lourdes eingeweiht. Als die dritte Hauswalder Kapelle 1957 in die Luft gejagt wurde, blieb einzig die Statue der Heiligen Jungfrau Maria von Lourdes unbeschädigt. Derzeit ist sie in der Kirche in Srní zu sehen. Der beliebte Pilgerort wurde vollkommen zerstört, jedoch dank der Bürgerinitiative und der Finanzhilfe der Pilsner Region wurde er 2006 in der alten Pracht wieder hergestellt. Die energiestärkste Stelle ist leicht zu fi nden. Sie ist nämlich durch die von Pilgern gelegten Steine markiert und befi ndet sich inmitten der übriggebliebenen Fundamente einer der Kapellen. Von der Hauswalder Kapelle aus geht es am Vchynice-Tetov-Kanal entlang, einem einzigartigen technischen Wunderwerk, nach Mechov und weiter am Umpumpbecken und Hotel Vydra vorbei zurück nach Srní.

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www.plzenskykraj.cz
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Text zur Einsichtnahme aus Touristenmagazin



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